Fellfarben beim Labrador

Neben den verschiedenen Mischlingsarten, haben Sie natürlich auch die Möglichkeit, unter verschiedenen Fellfarben zu wählen. Der Labrador ist in drei Fellfarben erhältlich. In der Regel ist das Fell durchweg einfarbig.

Sie können also unter den Fellfarben: schwarz, schokoladenbraun und gelb wählen. Gerade Letzteres sorgt für den Trugschluss, dass einige Menschen den gold – beziehungsweise gelbfarbenen Labrador als Golden Retriever bezeichnen – dies ist jedoch eine eigenständige Rasse. Der gelbe Labrador galt zudem einst als Fehlzüchtung, da nur der reine schwarze Labrador als Ausstellungs- und Zuchttier angesehen wurde.

Neben den klassischen Farben: schwarz, gelb und schokoladenbraun, gibt es – wie es in der Natur so spielt, auch Abweichungen. So kann es beispielsweise vorkommen, dass der Labrador dann doch nicht komplett einfarbig ist. Bei einigen Tieren befindet sich zum Beispiel ein kleiner weißer Fleck auf der Brust. Dieser ist jedoch keineswegs ein Anzeichen, dass es sich hierbei um kein reinrassiges Tier handelt, hier hat sich lediglich die Natur einen kleinen „Scherz“ erlaubt.

Neben dem Brustfleck, gibt es auch andere Varianten der Fellfarbe. Die sogenannten Bolo Pads spiegeln dies ganz klar wieder. Bei dieser Art befindet sich auf der Rückseite der Füße ein weißer Fleck.

Wenn es die Natur ganz arg meint, dann entstehen beispielsweise auch fleckige oder leicht gestreifte Fellarten. Diese verschieden großen dunklen Fellpartien, haben jedoch nichts mit einer vererblichen Besonderheit zu tun, sie sind vielmehr eine Somatische Mutation, die etwas mit „fehlerhaften“ Genen zu tun hat.

Über die Jahre entstanden nun auch silberfarbene Labradore, welche die Bezeichnung Silver Labrador tragen.

Die Vererbung der Fellfarbe

Die Fellfarbe ist im Großen und Ganzen eine Sache der Vererbung – sofern nicht, wie oben erwähnt, die Natur andere Pläne hat und die Fell-Gene ein wenig durcheinander bringt. Aber in der Regel kann man ganz klar sagen, aus welchen Eltern-Fellfarben später welche Welpen-Fellfarben entstehen. Werden also zwei gelbe Labradore zugelassen, so kann daraus niemals ein dunkler Wurf entstehen. Dafür ist das Farbverteilungs-Gen zuständig. Die Welpen werden also in dem Fall definitiv auch gelb werden.

Bei schokoladenfarbenen Elterntieren sieht das dann schon ganz anders aus. Hier können sowohl gelbe, als auch schokoladenbraune Welpen hervorkommen. Sind jedoch beide Elterntiere schwarz, dann müssen Sie mit einem Überraschungsfaktor rechnen, denn hier können sowohl gelbe, als auch schokoladenbraune und ebenso schwarze Welpen hervorkommen. Welche Farbe es jedoch letzten Endes wird, hängt von den Genen ab. Bei reinerbigen schwarzen Elterntieren, die keine Gene der Fellfarben braun und gelb tragen, können Sie davon ausgehen, dass auch die Welpen wieder schwarz werden. Die Fellfarbe hat also immer etwas mit den Genen zu tun. Wobei man hier sagen muss, dass das Thema mit den Genen recht komplex ist.

Ist die Fellfarbe bei der Auswahl des Hundes wichtig?

Die Fellfarbe ist eine reine optische Erscheinung und hat rein gar nichts mit dem Wesen des Hundes tun. Ebenso wenig gibt es keinen Aufschluss auf Erbkrankheiten. Sicher ist es so, dass gelbe Labradore rein optisch freundlicher auf die Menschen wirken, als ihre dunkel befellten Artgenossen. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die Fellfarbe sagt rein gar nichts über das Tier aus.