Vor dem Einzug

Der große Tag steht kurz bevor. Das bedeutet für Sie, zunächst alles für das neue Familienmitglied vorzubereiten. Und bevor es endgültig so weit ist, haben Sie noch eine Menge zu tun. Der Welpe sollte die ersten Tage nicht alleine sein, schließlich muss er sich erst an die neue Umgebung und die Familie gewöhnen. Erledigen Sie daher alles im Vorfeld, denn der kleine Welpe benötigt in der ersten Zeit sehr viel an Zuwendung.

Wenn Sie denken, Sie müssten die Wohnung vor dem Einzug des Welpen noch auf Vordermann bringen oder vielleicht sogar Tapezieren, malern oder den Fußboden erneuern – verzichten Sie besser darauf. Welpen sind a) noch nicht stubenrein und b) knappern sie zu gern an allem herum, was Sie dem Welpen erst noch abgewöhnen müssen. Verschieben Sie also solche Neuerungen besser auf einen späteren Zeitpunkt, wenn der Welpe sich eingewöhnt hat, stubenrein ist und nicht mehr an allem herumknabbert.

Am Abholtag

Am Abholtag werden Sie sicher aufgeregt sein. Und nicht nur Sie, denn auch für den jungen Welpen ist alles neu. Da dieser in der ersten Zeit sehr viel an Aufmerksamkeit und Zuwendung benötigt, sollten Sie vorsichthalber ein bis zwei Wochen Urlaub einplanen oder zumindest dafür Sorge tragen, dass der Welpe in den ersten zwei bis drei Wochen nicht allein ist. Diese Zeit ist nicht nur wichtig, damit sich der Welpe an Sie, an die Familie und an das neue zu Hause gewöhnt, sondern auch für seine Erziehung. Schließlich muss zunächst eine Vertrauensebene entstehen. Zudem sollten Sie bedenken, dass der Hund eine feste Bezugsperson benötigt.

Was den Welpen glücklich macht

Wer Kinder hat, wird sich sicher an die Säuglingszeit erinnern. Babys lieben es, wenn man ein Shirt oder ein anderes Kleidungsstück von Mami oder Papi mit ins Bettchen legt. Und genauso ist es bei einem Welpen. Der Welpe kann sich daran kuscheln und hat immer einen vertrauten Geruch um sich. Zudem sind Kleidungsstücke ideal, um dem kleinen Racker unkontrolliertes Knabbern und Beißen abzugewöhnen.

Das sollten Sie ebenfalls bedenken

So wichtig wie die Sicherheit für den Welpen, so wichtig ist auch die Sicherheit für Ihre materiellen Dinge. Räumen Sie daher ruhig wichtige Dinge weg, an denen der Welpe knabbern könnte. Dazu gehören sowohl Ihre Schuhe, als auch Bücher, Tablets und Handys. Viele dieser Dinge stellen ohnehin eine Gefahrenquelle für den Welpen dar. Sind aber auch von persönlichem Wert für Sie. Was Ihnen also sehr am Herzen liegt, sollten Sie besser an einen anderen Platz legen.

Es wird eine Zeit brauchen, bis der Welpe richtig erzogen ist. Erst dann sind auch Ihre materiellen Dinge wieder vor Bissspuren sicher.

Bedenken Sie mögliche Gefahrenstellen im Haus

Der Labrador Welpe ist natürlich – genauso wie ein kleines Kind, von Natur aus neugierig. Achten Sie daher besonders auf Treppen und mögliche Unfallstellen. Das können frei liegende Kabel sein, an denen der Welpe unkontrolliert knabbern kann. Stufen oder Absätze, von denen der Welpe stürzen könnte oder vielleicht offene Stellen im Gartenzaun, unter denen der Welpe durchkriechen kann und so möglicher Weise auf die Straße geraten und im schlimmsten Fall überfahren werden könnte. Achten Sie auch auf herumliegende Fernbedienungen etc. auf denen der Welpe ebenfalls herumknabbern kann. Hier besteht vor allem die Gefahr darin, dass der Welpe die Batterie zerbeißen könnte.

Achten Sie ebenfalls auf herumliegende Kleinteile, die der Labrador Welpe möglicher Weise verschlucken könnte. Das können Büroklammern, Nadeln, Nägel und Ähnliches sein. Vermeiden Sie auch lang herunterhängende Decken oder Tischdecken, an denen der Welpe ziehen könnte.

Ebenso lauern Gefahren im Garten. Welpen kauen und beißen an allem herum. Da kann es schon mal passieren, dass sie etwas ins Maul nehmen und verschlucken, was ihnen gar nicht gut tut. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass keine chemischen Insektenmittel auf dem Boden oder im Rasen liegen, die der Welpe fressen könnte.

Die Treppe sichern

Labrador Welpen wachsen recht schnell, daher dürfen Bänder und Gelenke in den ersten sieben Monaten nicht zu stark in Anspruch genommen werden, dass bedeutet für Sie, der Labrador sollte keine Treppen steigen, da dies zu Verletzungen und ernsthaften Gelenkerkrankungen führen kann. Daher sollten Sie an Treppen am Besten ein Schutzgitter anbringen. Achten Sie auch im späteren Alter darauf, wenn der Hund Treppen steigen darf, dass diese nicht rutschig sind. Ebenso gefährlich sind offene Treppenstufen. An dieser Stelle müssen Sie immer Sorgfalt walten lassen oder gegebenenfalls Änderungen vornehmen, sodass sich der Hund nicht verletzen kann.

Bevor Sie sich also den Welpen ins Haus holen, sollten Sie genau prüfen, ob Ihr zu Hause auch wirklich für den Welpen beziehungsweise für einen Hund geeignet ist. Es gibt viel zu beachten. Daher ist es wirklich ratsam, im Vorfeld abzuwägen, ob es wirklich richtig ist, sich einen Hund zuzulegen. Wenn Sie sich wirklich sicher sind, und wenn Ihr zu Hause perfekt für den Neuankömmling vorbereitet ist und alle Anforderungen erfüllt sind, sollten Sie sich Ihren Welpen ins Haus holen. Je besser Sie vorbereitet sind, umso besser verläuft der Start und die Eingewöhnung mit dem neuen Familienmitglied.